flo-keil - @ myblog.de

19./20.02.2007: Die ersten 2 Arbeitstage

Hey mal wieder,

so hab jetzt die ersten beiden Arbeitstage hinter mir und ich weiß mal gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen bei so vielen Eindrücken.... Bilder wirds dazu allerdings nicht geben, verständlich oder?

Ok, also am 1.Tag denkt man ja, man macht noch nicht so viel, da die ganzen Formalien geklärt werden müssen, weit gefehlt! Kann man kaum glauben, was ich am ersten Tag alles gemacht hab!

Die erste Hürde war die freundliche, hübsche Französin an der Pforte Clément Ader. Mein erster Satz "Parlez-vous allemand ou anglais?", wurde mit einem klaren "Non" abgewehrt. Schön einfach wärs ja gewesen... Gut dann eben weiter auf Französisch. Nachdem ich der Dame erklärt hab wer ich bin und was ich bei Airbus mache, was erstaunlich gut funktioniert hat, wollte sie mir den Weg zur deutschen Personalabteilung erklären, da wars dann Schluss. Gott sei dank hatte ich die Nummer meiner Kontaktperson dabei, so konnte ich mit ihr auf deutsch sprechen...Das ganze hat sich wohl so circa 15 min hingezogen!

Naja und bei der Personalabteilung wurde mir dann leider die falsche Gebäudenummer genannt, die gabs gar nicht, aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Bin dann in der angebenen halle von Abteilung zu Abteilung gelatscht und gefragt, jedoch kannte keiner meine Ansprechpartner, so lernt man auch französisch ;-). Nach ca 1h des Suchens bin ich an nen netten Franzosen geraten, der mich dorthin gefahren hat, sehr nett.

Dann in der Abteilung Repair Shop wurden mir alle Mitarbeiter vorgestellt und alles gezeigt. Dort werden die Innenausstattungen modifiziert und so angepasst, dass sie reibungslos eingebaut werden können.

Meine Aufgabe besteht jetzt darin, die Fertigungsaufträge ins SAP einzubuchen und die Bauteile zu verpacken. Desweiteren gehört zu den Aufgaben, die Mitarbeiter in allen Aufgaben zu unterstützen. Dazu gehört, Innenverkleidungen zu verkleben, Carbonfasern zu laminieren, die fertigen Bauteile mit dem Auto zum Flugzeug bringen und nem fit test direkt im Flugzeug zu unterziehen.

Also am ersten Tag, war der morgen schon ausgebucht mit Sicherheitsunterweisung und Meeting mit dem Chef, um die Ziele und Aufgabenstellungen des Praktikums festzulegen. Danach gings mit dem Firmenwagen zur Kantine, wär zu weit zum Laufen, die Distanzen innerhalb des Werks sind gigantisch, ca 5km zur Kantine! Das Essen übrigens hervorragend und kostet für Praktis auch nur knappe 4€, wird mit 4€ subventioniert.

Nach dem Essen wohlgestärkt in der Abteilung zurück kam der Anruf, des flight managers A340, man müsse eine Box fürs Handgepäck einbauen, da der Flieger um 20 Uhr rausgeschoben wird. Netterweise meinte mein Chef gleich, ich solle den Mitarbeiter begleiten, da hab ich mich natürlich drüber gefreut, 5h da und schon in nem Flieger. Es handelte sich um nen 340-600, der längsten Version und auch auf Langstrecke getrimmt. Bevor man in den Flieger reindarf (übrigens komplett fertig im Innenraum), muss man Schutzschuhe über die eignen Schuhe stülpen, um den Teppich nicht zu zestören. Dann kurz das Teil eingebaut (nennt sich fit test) und hat gepasst. Danach hab ich noch das Flugzeug inspiziert, wann bekommt man schon die Möglichkeit, in die crew cabin und die Küche zu schauen, alles ein Stockwerk tiefer! Dann zurück am Auto meinte ich zu dem Mitarbeiter, ob wir nicht noch kurz nen Abstecher zu den A380ern machen könnten. Das war wider Erwarten kein Problem, ins Auto und rüber zu den 4 Test 380er, die es momentan gibt. Wieder Schutzschuhe übergestreift und schon stand ich drin, war total überwältigt von dem Ding. Wirkt innen aber gar nicht so groß, wie man denkt, sehr schnieke eingerichtet jedenfalls. In den Sitzen waren Testgewichte installiert und man konnte an manchen Stellen die Verkabelung und die Klimarohre sehen, sowie den Mechanismus der Einstiegstüren. Die obere Kabine ist dann aber schon verdammt weit vom Boden und die Tragweite der Flügel einfach gigantisch....

Am Ende des Tages wurde es dann nochmal hektisch, denn einige Teile mussten noch bis 18:00 Uhr ausgeliefert werden und mussten deshalb schnell verpackt werden.

Der zweite Tag am Morgen war vollgepackt mit ToDo's, vom Erstellen des Badge (Werksausweis) über Beantragung des Email-accounts bis zur Parkgenehmigung! Danach mussten wir in die Produktionshalle A380 fahren (liegt ca 10km) entfernt, um Schutzmützen für dessen Produktion zu besorgen, die ich ja auch brauche. Da gings grad so weiter wie dem Tag zuvor. Stand wohl mit offenem Mund in der größten Produktionshalle der Welt (ca 40m hoch und 600m lang), wo gleichzeitig 7 A380 montiert werden können. Dort kann man jeden Produktionsstatus mitverfolgen, vom Zusammensetzen der Teile des Fuselage (Rumpfes), Montage der Tragflächen, Verkabelung, Innenarbeiten, Vormontage Fahrwerk, Landeklappen usw. Da schlägt das Herz eines Maschinenbauers höher, überall mechanische Teile ;-)

In der Halle sind auch sehr viele deutsche Mitarbeiter beschäftigt, von Airbus Hamburg, Bremen und Laupheim! Die Werkzeugausgabe, wo wir auch die Mützen abgeholt haben, liegt in Hamburger Hand!

Danach zurück in der Abteilung gings zum Mittagessen und danach saß ich am Rechner, um meinen Account freizuschalten und Zugang zu Intranet und den Laufwerken usw zu bekommen. Der Email-account lässt leider noch auf sich warten. Achja und wir wollten später nochmal kurz in den 380, um nen Sicherheitskleber zu installieren, leider war das Ding auf Testflug...

Als ich dann zum Feierabend aus der Halle trat und gegen Startbahn schaute, sah ich noch einen der 380er zu nem Testausflug starten. Ein gelungenes Ende eines verdammt, verrückten und spannenden zweiten Arbeitstag. Auf das noch viele solche Tag folgen sollten.....

Bis denne,

Flo

20.2.07 23:14
 


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