flo-keil - @ myblog.de

25.03.2007

wieder eine Woche vorüber, es gibt wieder ein bisschen was zu berichten.

In unserer Abteilung bei Airbus läuft alles wie gewohnt. Am Montag haben wir den ganzen Tag auf die SAP-Daten aus Hamburg warten müssen, die nicht mal nach dem Telefonat angekommen sind. Nebenher haben wir einfach das Tagesgeschäft abgewickelt, nebenher Informationen und Bilder für den Praktikumsbericht recherchiert, dabei leider im Intranet bei tollen Berichten und Videos über den Entwicklungsprozess des A380 hängengeblieben. Aber die fertigen Teile wurden ja trotzdem ausgeliefert.

Am Dienstag nach nochmaligem Telefonat, erreichten uns endlich die fehlenden Daten und wir konnten (gegen 17 Uhr) unsere Wochenpräsentation beenden und an die Vorgesetzten weiterleiten. Am Mittwoch war ich mit nem Mitarbeiter unterwegs (Spezialeinsatztruppe ;-), um mehrere Scharniere im so genannten BCRC (bulk crew rest compartment) klapper- und spielfrei zu machen. War keine leichte Aufgabe, unter dem Ruhebett des Piloten und halb in einer Aufbewahrungsbox zu liegen und das Scharnier auszubauen. War dann doch eine recht anspruchsvolle Aufgabe, Fehleranalyse (schauen was kaputt ist), ausbauen, schaumstoff drunterkleben. Einbauen, merken, dass es immer noch klappert, und nochmal ausbauen. Und das alles auf ca nem halben m². Nachher stellte sich heraus, dass nicht das Scharnier, sondern der Schließmechanismus zum klappern geführt hat, war schief eingebaut gewesen. Ein Scharnier war dann von mir repariert, eins vom Festangestellten. Hätten wir die Uhr gestoppt, ich hätt wohl haushoch verloren, aber ich bin ja zum lernen da ;-)

Was war sonst noch los, nächste Woche müssen wir noch nen Führerschein fürs Rollfeld bewältigen. Ist eine neue Sicherheitsrichtlinie vom Flughafen, da die fertigen Flugzeuge draußen auf dem Rollfeld stehen und dort oft unsere Reperaturmaßnahmen durchgeführt werden, müssen auch die Praktikanten diesen ablegen. Es gibt nämlich keinen Zahn oder ähnliche Abtrennungen zum Flughafen. Bin mal gespannt, was für fragen da auf uns zukommen. Aber auf solche Sachen wie "flugzeuge haben immer Vorrang" muss man auch im Werk selbst achten. Da kanns schon mal, sein, dass ein Flugzeug von der einen in die andere Halle geschoben wird und dann steht das Dingens auf einen Schlag vorm Auto.

Momentan spielt das Wetter verrückt, am Dienstag hat es für ein paar Stunden stark geschneit, war aber schnell wieder weggeschmolzen. Auch sonst ist es seit Freitag letzter Woche sehr kalt geworden, nur ca 5-8 Grad. Und ich dachte hier wirds schneller Frühling, aber soll ab Morgen wieder schön sein. Wenn hier mal die Sonne scheint, hat es gleich über 20 Grad.

Am Donnerstag abend hat eine Mitarbeiterin ihren Abschied gefeiert, die komplette Abteilung war beim 3-Gänge-Menü und anschließendem Bowling. Als Vorspeise gab es einen Salat mit Entenleber und Entenbrust-streifen, dazu einen Cire ( Champagner mit Cidre). Als Hauptgericht hab ich Côte d'agneau ( Lammrücken) bestellt und dann als Dessert eine Crème caramel, war alles sehr lecker.

Danach wurde noch eine Party lang gebowlt, hatten drei bahnen reserviert und war noch eine recht illustre Runde, mit viel Bier und Wein bei allen. Naja ich war der Fahrer, aber halb so wild.

Essenstechnisch kann man sich in der Wg aber auch nicht beklagen, die Franzosen bringen immer mal wieder irgendwas leckeres nach Hause oder man geht gemeinsam einkaufen und sie geben wertvolle Tipps. So hatten wir gestern abend Mousse de Canard (Entenleber) mit Baguette als Abendessen und (jetzt kommts) als Beilage deutschen Nudelsalat. Es mag vielleicht seltsam klingen, aber beides hat zusammen bombastisch geschmeckt, Völkerverständigung am Essenstisch. Dazu gab es leckeren Wein aus dem Weingut "Graves" ganz in der Nähe von Toulouse. Da lass ich langsam dafür auch mal ein deutsches Bier stehen, so ne Plörre ;-)

Sprachtechnisch ist es hier ziemlich verrückt mittlerweile, manche Franzosen der Wg (Eric und Sonia) sprechen auf einmal nur noch englisch oder gleich deutsch mit dir. Ich mixe aus Versehen in jedem Satz die drei Sprachen miteinander oder spreche mit dem anderen Deutschen Französisch, werfe der Hausmeisterin ein freundliches "Nabend" entgegen usw. Kurzum, Verständigung klappt,wenn auch manchmal auf ganz seltsamen Wegen. Französisch ist und bleibt aber noch schwer.

So genug gelabert. Gleich 12 Uhr, Zeit ins Bett zu gehen.

Bonne Nuit,

Flo

26.3.07 01:00
 


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